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Logistik von Morgen

21.12.2018 | BI, Blog, Führung

Für die Logistikbranche ist die Weihnachtszeit die arbeitsreichste aber auch umsatzstärkste Phase des Jahres. Vor allem das wachsende E-Commerce-Segment sorgt für die steigende Nachfrage an Dienstleistungen. Aber auch außerhalb der Weihnachtszeit wird die Branche von tiefgreifenden Veränderungen geprägt. Wir nennen die wichtigsten Herausforderungen:

1.       Kostendruck, Individualisierung und Komplexität

Laut einer BVL-Studie über die Chancen der digitalen Transformation gehören Kostendruck, Individualisierung und Komplexität zu den Top-Trends der Branche. Steigende Kosten und mehr Konkurrenzdruck durch den internationalen Wettbewerb drängen Unternehmen dazu kosteneffizient zu agieren. Auch der Kunde spricht heute ein gewaltiges Wort mit: Spezifische Kundenanforderung und eine höhere Warenvielfalt drängen auf eine Flexibilisierung und Individualisierung der Lieferkonzepte. Mehr Produkte bedeuten mehr Services, Zulieferer usw. Die steigende Komplexität zu beherrschen wird mehr und mehr zum Erfolgskriterium.

2.       Digitalisierung

Inbesondere bei steigender Komplexität beispielsweise durch kontinuierlich wachsende Konzernstrukturen, durch steigende Anzahl an zu koordinierenden Services oder Zulieferern kann Digitalisierung helfen, Ordnung ins Unternehmen zu bringen und Komplexität erfolgreich zu managen. Die ISL Group beispielsweise ist seit etwa 2008 ständig gewachsen und weist heute eine komplexe Konzernstruktur auf.  Auf die dynamischen Entwicklungen der Branche reagiert die ISL Group mit einer intelligenten Business-Intelligence-Lösung. Prozesse rund um Controllingauswertungen, Ergebnis-, Cashflow- und Liquiditätsplanungen sind digitalisiert. Das Unternehmen profitiert heute von konsistenten und schnell verfügbaren Daten. Die hohe Transparenz ermöglicht ein schnelles Einlenken im Bedarfsfall.

3.       Nachhaltigkeit

Zugegeben, die Logistik gehört nicht gerade zu den Vorreitern in Sachen Nachhaltigkeit. Dennoch wird Nachhaltigkeit mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Nicht allein aus Imagegründen sondern auch aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Mögliche Lösungsansätze sind etwa:

  • Einsatz von Elektromobilität,
  • Bepreisung von CO2-Emissionen,
  • Kooperative Ansätze entlang der Lieferkette,
  • technologischer Wandel,
  • Senkung des Energieverbrauchs,
  • Optimierung von Transportwegen und Fuhrparks,
  • von CO2-Emissionen durch Klimaschutzprojekte wie beispielsweise DHL mit seinem Umweltschutzprogramm GoGreen

4.       Agilität

Anstatt schnell auf Veränderungen zu reagieren, stecken viele Logistikbetriebe in überkommenen Strukturen fest. Für das wirtschaftliche Überleben ist aber Anpassungsfähigkeit enorm wichtig. Unternehmen müssen daher agiler werden. Für die meisten Unternehmen bedeutet das einen Paradigmenwechsel in der Managementkultur: Weg von Top-down-Hierarchien hin zu einem agilen Unternehmen, in dem ergebnissoffen und an den Marktbedürfnissen orientiert, gearbeitet wird. Das klingt erstmal nach viel Anstrengung und Mut zur Veränderung. Lohnt sich aber, wenn es darum geht, das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen.

5.       Fachkäftemangel

Fackkräftemanagel ist in nahezu allen Branchen ein großes Problem. Für die Logistik eines der größten. Ursachen liegen im demografischen Wandel und in den veränderten Qualifizierungssanforderungen durch die Digitalisierung. Digitale Spezialisten sind daher gefragt.