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Phasen erfolgreicher Unternehmensplanung – Teil 2: Ziel- und Strategiefestlegung und strategische Planung

15.06.2018 | Blog, Planung

Im ersten Teil unserer Serie haben Sie erfahren, das die unternehmerische Vision das Fundament der Unternehmensplanung bildet. Und wir haben darüber berichtet, was zu einer internen und externen Analyse dazugehört. Sie haben vielleicht auch schon bemerkt, dass die einzelnen Phasen nicht isoliert voneinander sind, sondern wie Zahnräder ineinandergreifen. Im zweiten Teil unserer Serie dreht sich alles um die strategische Planung.

Phase 3: Definieren Sie konkrete Ziele!

Mit Zielen ist es wie mit den guten Vorsätzen zum Start ins neue Jahr: An der Umsetzung hapert es oft. Schwammige wenig konkrete Zielformulierungen sind häufig ein Grund dafür. Dabei ist es gar nicht so schwer sich konkrete Ziele zu setzen. Man muss einfach ein paar grundsätzliche Dinge beachten. Ihre Ziele müssen:

  • messbar sein, damit Sie die Umsetzung überprüfen können.
  • realisierbar sein.
  • transparent und beeinflussbar für alle Beteiligten sein. Das steigert die Motivation ungemein!
  • konsistent sein. Ziele sollten sich nicht widersprechen. Ein Beispiel dafür wäre ein Zielkonflikt zwischen Ökonomie und sozialen Zielen. Ein soziales Ziel, wie zum Beispiel hohe Löhne und Gehälter, passt nicht zum Ziel der Gewinnmaximierung.
  • zukunftsorientiert sein, d.h. für eine zeitlich klar abgegrenzte Betrachtungsdauer gelten und mögliche Veränderungsszenarien berücksichtigen.
  • demokratisch entstehen. Ziele sollten nicht von oben diktiert werden. Alle Beteiligten sollten an ihrer Festlegung mitwirken.

Wir unterscheiden zwei Arten von Zielen: quantitative und qualitative Ziele. Quantitative Ziele sind etwa ein bestimmter Umsatz oder die Steigerung der Produktivität um soundsoviel Prozent. Qualitative Ziele wären zum Beispiel ein positives Arbeitgeberimage oder die Erhöhung der Kundenzufriedenheit.

Ist klar definiert, was Sie erreichen möchten, geht es im nächsten Schritt an die Strategiefestlung.

Phase 4: Die Strategiefestlegung. Finden Sie Ihren individuellen Weg!

Das Wort „Strategie“ stammt aus dem Altgriechischen und steht für Feldherrentum oder Feldherrenkunst. Die Unternehmenstrategie umfasst alle geplanten Verhaltensweisen zur Erreicherung der Ziele. Auch wenn die Bezeichnung Strategie also schon lange nicht mehr nur im militärischen Kontext verwendet wird, darf auch eine Unternehmensstrategie ruhig ein wenig „kämpferisch“ oder „angriffslustig“ sein. Es gibt hier verschiedene Ansätze, die in Theorie und Praxis entwickelt wurden, z.B.:

  • Grundlagenstrategien. Hierzu zählt besipielsweise die Produkt Markt Matrix nach Ansoff. In der Matrix werden die vier Kernstrategien, die sich aus der Kombination von alten und neuen Märkten bzw. Produkten ergeben, auf verständliche Weise dargestellt: Dazu gehören 1. Marktdurchdringung, 2. Produktentwicklung/Produktmodifikation 3. Marktentwicklung 4. Diversifikation/Innovation
  • Verhaltensstrategien. Hierbei orientiert sich das Unternehmen je nachdem angreifend oder verteidigend an den Aktivitäten der Mitbewerber.

Wichtig: Es gibt nicht die eine richtige Strategie. Manche Ansätze lassen sich auch gut miteinander kombinieren. Ungewisse Zukunftserwartungen und andere Unbekannte schaffen zudem individuelle Handlungsspielräume, die es mit Mut und Kreativität zu füllen gilt.

Phase 5: Führen Sie für jedes Geschäftsfeld eine strategische Planung durch!

Die Ziele sind definiert, die Strategie festgelegt? Perfekt! Nun können Sie sich um die strategische Planung kümmern. Sie ist ein Prozess zur Abstimmung der Anforderungen der Unternehmensumwelt (Außen) mit den Potentialen des Unternehmens (Innen), um durch bestimmte Maßnahmen den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Anders gesagt: Fragen Sie sich, was Ihre Umwelt für Herausforderungen mit sich bringt und was Ihr Unternehmen eigentlich leisten kann. Fokussieren Sie sich dabei auf Ihre Stärken und fragen Sie sich: Was können wir eigentlich so richtig gut?

Bestimmen Sie in der strategischen Planung:

  • Den zeitlichen Rahmen. Wir halten einen Betrachtungszeitraum von mindestens 5 Jahren für sinnvoll.
  • Kernkompetenzen und in welchen Geschäftsfeldern diese eingesetzt werden sollen
  • Die Analyse von Lebenszyklen
  • Aussagen über zukünftige Entwicklungen
  • Anforderungen an den Ablauf. Wer sind die Planungsträger? Welche Prinzipien müssen eingehalten werden?
  • Strategische Erfolgsfaktoren

Die strategische Planung erfolgt dabei differenziert für jedes Geschäftsfeld.

Auf Grundlage der Strategie erfolgt die operative Planung. Tipps dazu bekommen Sie im dritten Teil unserer Serie.