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Phasen erfolgreicher Unternehmensplanung – Teil 3: Die operative Planung

28.06.2018 | Blog, Planung

Und weiter geht es mit dem dritten und letzten Teil unserer Serie „Phasen der Unternehmensplanung“. Die Phasen, die wir Ihnen bislang präsentierten waren überwiegend strategischer Natur. Wir verrieten Ihnen, wie man ein Leitbild entwickelt und seine Ziele definiert. Nun geht es ans Eingemachte: die operative Planung. Auch hier greift wieder ein Rädchen in das andere, denn die operative Planung leitet sich aus der strategischen Planung ab.

Phase 6: Planen Sie die Maßnahmen für Ihren unternehmerischen Erfolg! Ermitteln Sie Kennzahlen!

Sie haben eine Strategie? Glückwunsch, Sie haben einen Großteil Ihrer Hausaufgaben bereits gemacht. Doch ein Stück des Weges liegt noch vor Ihnen. Während die Strategie vor allem auf einen längeren Zeitraum ausgerichtet ist, umfasst die operative Planung alle kurzfristigeren Maßnahmen. „Kurzfristig“ meint hier einen Zeitraum von ca. 1-3 Jahren. Die Vorgaben der strategischen Planung werden in den operativen Plan eingegliedert. Die operative Planung übernimmt die Planung, Kontrolle und Steuerung der Ziele.

Teilbereiche der operativen Planung sind:

  • Die Ergebnisplanung: Ermitteln Sie, in welcher Größenordnung Sie mit schwarzen oder roten Zahlen zu rechnen haben.
  • Die Liquiditätsplanung: Der Liquiditätsplan ist ein wichtiges Instrument zur Risikoeinschätzung. Neben dem Anfangsbestand liquider Mittel werden alle Zahlungsflüsse des Planungszeitraums ermittelt.
  • Die Bilanzplanung: Diese umfasst die Entwicklung von Vermögen und Schulden Ihres Unternehmens.
  • Weitere Detailpläne bestehend aus z.B.: Vertriebsplanung, Materialplanung, Personalplanung, Investitionsplanung, Finanzierungsplanung, Marketingplanung u.v.m.

Wichtig: Auch bei der operativen Planung werden Ihnen Spielräume gelassen, denn eine einheitliche Definition von Teilplänen für Unternehmen gibt es einfach nicht. Verschaffen Sie sich einen Überblick, welche Geschäftsbereiche zu Ihrem Unternehmen gehören. Dementsprechend entwickeln Sie Ihre Detailpläne. Wichtig ist auch hier, dass die einzelnen Detailpläne einander nicht widersprechen. Stellen Sie sich die Detailpläne wie Puzzleteile vor: Keines ist wie das andere, aber sie passen perfekt zusammen.

„If you can’t measure it, you can’t manage It”

Ein sehr wichtiges Steuerungselement der operativen Planung bilden Kennzahlen. Erst Kennzahlen machen wichtige unternehmerische Zustände oder Vorgänge messbar. Sie dienen dem Vergleich, der Veranschaulichung, Informationsgewinnung, Dokumentation und Kontrolle. Kennzahlen verdichten Informationen und sorgen für mehr Überblick. Berechnen Sie zunächst:

  • die Eigenkapitalrentabilität
  • die Gesamtkapitalrentabilität
  • den ROI (Return on Investment)
  • die Cash-flow-Rate (CF in Prozent vom Umsatz)
  • die Liquidität 1. Grades
  • die Liquidität 2. Grades
  • die Schuldtilgungsdauer in Jahren
  • die Anlagendeckung

Weitere wichtige Kennzahlen sind u.a.:

  • die Eigenkapitalquote
  • der Verschuldungsgrad
  • die Kapitalrückflussquote
  • die Umsatzrentabilität
  • die Material- / Fremdleistungsquote
  • die Personalaufwandsquote
  • die Zinsaufwandsquote

Damit sind wir fast am Ende unserer Serie zu den Phasen der Unternehmensplanung. Im letzen Teil geht es um die Überwachung und Überprüfung der Planung.