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Unternehmensplanung: Effektivität sichern und Risiken minimieren mit balanced Scorecard

11.02.2020 | Blog, Planung

Das Konzept Balanced Scorecard unterstützt bei Planung und Strategieumsetzung und ist ein Verbindungsglied zwischen Strategieentwicklung und -realisierung. Und zwar auf allen Ebenen eines Unternehmens. Sie erhalten damit ein umfangreiches Steuerungsinstrument, können den Fokus auf für die Unternehmensziele wesentliche Faktoren legen und haben einen Handlungsrahmen für den strategischen Führungsprozess.

Alle Maßnahmen für den Unternehmenserfolg im Blick

Verbinden Sie operatives Geschäft mit langfristiger planmäßiger Unternehmensentwicklung und geben Sie allen Beteiligten eine klare Marschrichtung vor. Jeder Einzelne im Unternehmen kann durch das Wissen um die Strategie an Ihrer Umsetzung effektiv mitarbeiten. Die klassischen finanziellen Kennzahlen werden bei der Balanced Scorecard um eine Kunden-, eine interne Prozess-, sowie eine Lern- und Entwicklungsperspektive ergänzt. Die einzelnen Kennziffern in den jeweiligen Perspektiven werden zudem in Spät- und Frühindikatoren unterteilt.

Mehr als ein Kennzahlensystem

Durch die Verknüpfung vorhandener Kennzahlen-Analysesysteme mit den Zielvorgaben der nicht-finanziellen Perspektiven entsteht eine Ursache-Wirkungskette. Balanced Scorecard ist daher mehr als ein weiteres Kennzahlensystem. Das Konzept ist ein umfangreiches Unternehmenssteuerungs- und Managementsystem, in das quantitative und qualitative Kennzahlen einfließen.

Aus Forschungsprojekt entstanden

Seinen Ursprung hat das Konzept der Balanced Scorecard in einem Forschungsprojekt mit zwölf US-amerikanischen Unternehmen zu Beginn der 1990er Jahre. Ziel der Studie von Robert S. Kaplan und David P. Norton angesichts aufkommender Kritik an der Aussagekraft bisheriger finanzieller Kennzahlensysteme war, herauszufinden, wie Unternehmen bei der Leistungsmessung vorgehen. In diesem Zug entstanden die heute verwendeten vier zusätzlichen Perspektiven, aus denen heraus die Unternehmensleistung betrachtet wird.

Der Tipp: Verwenden Sie für jede Perspektive ausschließlich die wichtigsten Ziele, Kennziffern und Maßnahmen. Eine Handvoll genügt meist.

Finanzielle Perspektive

Welcher finanzielle Erfolg geht von der Strategie aus? Verbessert sie das Ergebnis? Kennzahlen dieser Perspektive sind etwa Gewinn, Umsatz und Rendite. Die finanziellen Kennzahlen definieren nicht nur die erwartete Umsatzleistung einer Strategie, sondern stellen auch die Zielvorgabe für die weiteren Perspektiven, die in Wechselbeziehungen mit den monetären Zielen stehen.

Perspektive des Kunden

Was schätzt der Kunde an Ihrem Unternehmen und wie soll er es im Idealfall sehen? Die Kundenperspektive beinhaltet Kennzahlen, die Einschätzungen Ihrer Kunden abbilden. Das können Beschwerden ebenso sein wie Lob oder Marktanteile und die Wiederkaufsrate.

Interne Prozessperspektive

Wie laufen interne Prozesse bezogen auf Zeit, Qualität und Kosten ab und wie können die Abläufe verbessert werden? Bei der Prozessperspektive geht es darum, die maßgeblichen Prozesse abzubilden, die zum Erreichen der in der finanziellen und Kundenperspektive gesteckten Ziele relevant sind. Kennzahlen der Prozessperspektive können Durchlaufzeiten, Ausschuss, Logistikkosten und Produktivität sein.

Mitarbeiterperspektive / Lern- und Wachstumsperspektive

Was brauchen Mitarbeiter, um die Ziele umsetzen zu können? Wie können sie im Sinne des Unternehmensziels dabei gefördert werden? In der Lern- und Wachstumsperspektive geht es um deren Qualifizierung, Motivation und Leistungsfähigkeit. Die Kennzahlen beschreiben die nötige Infrastruktur, um die Ziele der anderen Perspektiven umsetzen zu können. Konkret können das beispielsweise Betriebsklima, Produktinnovationen, Krankenstand und Mitarbeiterzufriedenheit sein.

Einzelne Kennzahlen weiter unterteilen

Damit aus den Kennzahlen abgeleitet werden kann, wie Ihr Unternehmen jetzt und zukünftig am besten handelt, sollten Sie die Kennzahlen in jeder Perspektive nach Spätindikatoren, die im Nachhinein den Erfolg vergangener Entscheidungen abbilden, und Frühindikatoren, die Effekte zeitnah aufzeigen, unterteilen. Verwenden Sie einen Mix aus Spät- und Frühindikatoren, entsteht ein ganzheitliches Bild der Lage, das Kundenbewertungen und Motivation der Belegschaft einschließt und auch offenlegt, wie interne Prozesse beherrscht werden.

Neben den elementaren Zielen Ihres Betriebs und den Kennzahlen, die darstellen, ob diese erreicht werden, liefert die Balanced Scorecard eine Übersicht zur gesamten Unternehmensleistung  -–inklusive Soll-Vorgaben und den jeweiligen Ist-Werten.

Tipp: Für Übersichtlichkeit und eine optimale Kommunikation der Ergebnisse sorgen Sie, wenn die Ergebnisse der Balanced Scorecard auf einer Seite Platz finden.

Ergebnisse individualisieren

Führen Sie ein größeres Unternehmen sind Sie gut beraten, zuerst eine Balanced Scorecard für das Gesamtunternehmen zu entwickeln und die Ergebnisse auf die Fachbereiche oder sogar einzelne Mitarbeiter herunterzubrechen. Im Idealfall stellt die Balanced Scorecard für jeden im Unternehmen einen eindeutigen, individuell zugeschnittenen Handlungsrahmen. Sollte für Ihr Wirtschaften eine weitere Perspektive, wie beispielsweise die des Vertriebs, besonders bedeutsam sein, können Sie die Balanced Scorecard auch entsprechend ergänzen.