Change Management: Den Wandel aktiv gestalten

Change Management: Den Wandel aktiv gestalten

20.10.2020 | Blog, Führung

Der Einzelne im Team ist ein wesentlicher Faktor für unternehmerischen Erfolg. Change Management steigert Bereitschaft und Akzeptanz aller Beteiligten für den Wandel. Wir haben untersucht, wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren, mit ganzer Kraft am Unternehmensziel zu arbeiten und wie Sie das in der Unternehmensführung beliebte Mittel richtig anwenden.

Der Markt und damit jedes Unternehmen ist konstant im Wandel. Sie sind also gut beraten, Veränderungen – beispielsweise von Organisationsstrukturen oder Prozessen – systematisch zu planen und zu steuern. Mit einem Change Management-Programm gelingt es, Ihre gesamte Belegschaft für die jeweils anstehende Maßnahme zu gewinnen und zu motivieren.

Ob eine für den Wandel nötige Maßnahme intern akzeptiert wird, entscheidet maßgeblich über ihren Erfolg. Change Management hat das Potential, eine nötig gewordene Veränderung nachhaltig in Ihrer Unternehmenskultur zu verankern – und sichert so den dauerhaften Erfolg der jeweils anstehenden Maßnahme und erleichtert Veränderungsprozesse.

Effekte lange bekannt

Dass neue Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse und Verhaltensweisen mit Change Management erfolgreich um- und eingesetzt werden können, ist seit den 1930er Jahren gut erforscht. Als US-Wissenschaftler damals entdeckten, dass die Leistungsfähigkeit der Menschen stärker von der ihnen entgegengebrachten Aufmerksamkeit beeinflusst wird als durch Änderungen ihrer Arbeitsbedingungen, war der Grundstein für die heutigen Change Management-Programme gelegt. Mit diesen wird es Unternehmen möglich, Ziele nicht nur zu definieren, sondern die Installation der für die Umsetzung nötigen Prozesse zu planen und steuernd zu begleiten. Gleichzeitig verbessern sich mit dem Konzept die Chancen, Geschäftsvorteile frühzeitig zu erkennen, zu kommunizieren und umzusetzen, um damit auch eine Krise unbeschadet überstehen zu können.

Veränderung in Unternehmenskultur verankern

Der erste Schritt eines Change Managements, für das Kurt Lewin in den 1940er Jahren die Pioniertheorie erstellte, ist immer, die Ausgangslage genau zu erfassen und die gewünschten Ziele mitsamt den nötigen Maßnahmen zu definieren. Dieser Ist-Soll-Vergleich ermöglicht Ihnen, zu entscheiden, ob sich die geplanten Anstrengungen auszahlen werden beziehungsweise ob der Wandel überhaupt realisier- und umsetzbar ist. Vorab sind Sie gut beraten, Verantwortlichkeiten im geplanten Veränderungsprozess klar zuzuordnen und jeden erforderlichen Schritte genau zu identifizieren, inklusive den für die Veränderung erforderlichen Ressourcen. So räumen Sie mögliche Probleme rechtzeitig aus dem Weg.

Generell beeinflusst die Sanierungskultur im Unternehmen die Erfolgsaussichten jeder getroffenen Maßnahme – positiv wie negativ.

Jede Veränderung ist anders

Obwohl es das alleinige Patentrezept für ein erfolgreiches Change Management nie geben wird, weil die Ansätze so vielfältig sind wie die Gründe für eine Veränderung, sind generell organisatorische und strukturelle Aspekte als kritische Erfolgsfaktoren in die Planung einzubeziehen. So gelingt es, ein Veränderungsvorhaben gezielt zu steuern. Die Anwendungshilfe „Change Management“ des Bundesinnenministeriums gibt einen Überblick, „welches Werkzeug an welcher Stelle erfolgreich eingesetzt werden kann“. Genannt werden unter anderem Kommunikations- und Partizipationswerkzeuge, solche der Fort- und Weiterbildung sowie des Wissensmanagements.

Phasen des Veränderungsprozesses

Im 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin folgt nach der Auftauphase, in der ein Bewusstsein für den Wandel des aktuellen Zustands geschaffen werden sollte, die sogenannte Bewegungsphase. In dieser gelte es, Lösungen zu generieren und neue Verhaltensweisen auszuprobieren, um den Status quo zu verlassen. In der dritten Phase, der Einfrierphase, sieht Lewin „die Implementierung der gefundenen Problemlösungen“ vor – also den Abschluss des Veränderungsprozesses.

Laut Lewin „bedürfen durchgeführte Veränderungen der Stabilisierung und müssen zur dauerhaften Integration in das Gesamtsystem wieder eingefroren werden“. So sei gesichert, dass der neue Zustand stabilisiert und zu etwas Vertrautem werde. Der für ein Veränderungsvorhaben verantwortlichen Führungskraft, dem Change Manager, fällt in dem Prozess eine entscheidende Rolle zu, die über Erfolg und Misserfolg maßgeblich bestimmt.

Änderungsfortschritt prüfen

Um das eigene Handeln zu optimieren, empfiehlt Lewin genaues Beobachten und Reflektieren, um zu prüfen, ob das formulierte Ziel weiterhin erreicht werden kann – oder ob dieses gegebenenfalls neu definiert werden muss. Die Steuerung der Veränderung sei ein iterativer Rückkopplungsprozess unter Verwendung der erzeugten Informationen. Mit Change Management erhalten Sie eine Strategie zur Risikominimierung und sind in der Lage, jeden der bereits erreichten Fortschritte zu überprüfen.

Know-how einkaufen

Sparen Sie Ressourcen und Zeit bei der Optimierung und Erneuerung Ihrer Businessprozesse: Für ein zielführend und sauber umgesetztes Change Management sollten Sie sich nicht scheuen, externes Fachwissen zu nutzen und entsprechende Experten ins Boot holen. Mit dem passenden Consulting-Partner gelingt es Ihnen, die Schritte von der Konzeption der Veränderung bis zu ihrer Umsetzung festzulegen und alle Interessengruppen in den Wandel einzubeziehen.